Kingston
Kingston

Kingston

Wir starten früh in Niagara Falls, die Sonne steht noch tief, und die Straßen sind angenehm leer. Doch je näher wir Toronto kommen, desto dichter wird der Verkehr… Trucks, Pendler, Baustellen — alles dabei – und wir brauchen einiges an Geduld. Zum Glück haben wir einen  Camper mit Automatikgetriebe, so lässt sich der Stau etwas entspannter fahren.

Nach rund fünf Stunden erreichen wir unseren Campingplatz außerhalb von Kingston. Ein Platz zwischen Bäumen und direkt am Pool wartet auf uns. Wir sind jedoch direkt wieder auf dem Sprung, also kurz ankommen, durchatmen, Bikes abladen — und dann geht’s los.

Wir nehmen den Train Trail, einen alten Bahntrassenweg, der heute ein wunderbar entspannter Fahrradweg ist, um in die Stadt zu fahren. Gerade, ruhig, grün — ein Weg, der uns nach der langen Fahrt entspannen lässt.
Kingston liegt am östlichen Ende des Lake Ontario und wird auch „Limestone City“ genannt, weil viele historische Gebäude aus lokalem Kalkstein gebaut wurden. Kingston war 1841–1844 die erste Hauptstadt der Vereinigten Provinz Kanada und wurde 1673, ursprünglich als französischer Handelsposten, gegründet.

Je näher wir Kingston kommen, desto lebendiger wird es. Unser erster Eindruck ist ein schöner Park direkt an der Waterfront.
Wir rollen bis zum ehemaligen Bahnhof und lassen die Räder stehen, um die Stadt zu Fuß zu erkunden.

Wir starten an der City Hall, einem beeindruckenden Kalksteinbau, der im Sonnenlicht fast weiß schimmert. Weiter geht es zur Princess Street — Kingstons lebendiger Einkaufsstraße mit vielen Cafés, kleinen Läden und vielen Menschen. Wir holen uns für unseren Spaziergang einen Kakao und schauen uns die vielen Kirchen und Kathedralen an, die sich überall in der Stadt verteilen – jedes Gebäude ist auf seine Art besonders. Beeindruckt sind wir zudem von dem Universitäts-Viertel, der Campus ist riesig und ein Gebäude schöner als das andere – hier können wir uns richtig vorstellen wie man als Studi die Atmosphäre aufnehmen kann.

Der Rückweg über den Train Trail ist genauso angenehm wie der Hinweg – auch wenn es nun immer leicht bergauf geht… Die Sonne steht tiefer, das Licht wird weicher, und die Stadt verschwindet langsam hinter uns.

Den Abend verbringen wir auf unserem Campingplatz. Leider können wir heute nicht vor dem Camper sitzen, da es hier unglaublich viele Mücken gibt. Hoffentlich verfolgen die uns uns nicht auf unserer Tour…

2 Kommentare

  1. Jindra

    Schönes Städtchen.
    Die Unis mit ihren Campussen (oder wie wird die Mehrzahl geschrieben???) sehen fast überall so aus, egal ob Kanada, oder USA. Es kann vielleicht von den Aussiedlern aus England mitgebracht worden sein.
    Da habt ihr, recht, Augen zu und träumen, wie es wäre. auch dort studieren zu dürfen.

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