Denmark – 3 Tage Heritage Train Trail und Munda Biddi Trail
Denmark – 3 Tage Heritage Train Trail und Munda Biddi Trail

Denmark – 3 Tage Heritage Train Trail und Munda Biddi Trail

Auch wenn wir uns gegen das Fahren des vollständigen Munda Biddi Trails entschieden haben, wollten wir zumindest ein Teilstück fahren und uns einen Eindruck von dem Trail machen.

Also suchten wir uns den laut Berichten schönsten Teil des 1.000km langen Trails heraus.

Wir starten in Denmark, einem kleinen Ort im Südwesten Australiens. Da wir einen Rundweg fahren möchten, starten wir die Tour auf dem Heritage Train Trail, einem Mountainbikeweg, der auf einer ehemaligen Bahnstrecke angelegt wurde.

Der Train Trail führt uns durch schöne Wälder, vorbei an einem süßen Cafe, das wir für einen Zwischenstopp nutzen, bevor wir für die nächsten 2 Tage in den Wald verschwinden.

Aus schönen, einfachen Wegen werden allerdings bereits nach kurzer Zeit echt schwierige Sandpisten. Am Anfang ist es noch möglich diese zu durchfahren, irgendwann wird der Sand aber so tief, dass wir unsere Bikes schieben müssen. Dabei ist es eine Herausforderung, dass wir nicht nur das Gewicht der Bikes durch tiefen Sand schieben, sondern ebenfalls unser gesamtes Gepäck inkl. Wasser für 3 Tage. Schätzungsweise kommen so zu den 20kg Fahrradgwicht noch jeweils 15kg Gepäck. Ich (Nici) habe es kaum geschafft das Fahrrad hinten anzuheben… 🤭

Das Schieben durch den Sand fühlt sich in etwa so an als würde jemand beide Bremsen am Fahrrad ziehen während man das Fahrrad schiebt… 😅

Nach insgesamt 59 km erreichen wir unser erstes Ziel und überlegen, wie wir hier wohl durch den Sand wieder weg kommen…

Wir übernachten an den Hütten, die für den Munda Biddi Trail bereitgestellt wurden. Diese sind einfache offene Metallunterstände mit Etagenbetten (also eigentlich nur Holzbrettern) auf die man seinen Schlafsack legt. Wir übernachten neben den Hütten in unserem Zelt.

Wir nutzen die Chance, das auch andere MTB hier sind, erkundigen uns nach dem weiteren Weg und erfahren, dass wir noch etwa 20 km Tief-Sandpiste vor uns haben. Ohje… Wir schlafen recht gut und machen uns früh auf den Weg, die ersten 20 km sind echt zum Verzweifeln… So viel Sand, das wir wirklich keine Chance haben eine längere Passage zu fahren. Wir müssen immer wieder schieben und die Kräfte schwinden allmählich…

Umso größer ist nach ca 2 Stunden die Freude, als der Weg endlich fester wird und wir fahren können… Was für eine Erleichterung.

Wir fahren überwiegend über Schotterpisten aber auch immer mal wieder auf kleinen Wegen durch schönen Wald. Am Ende bauen wir noch einen Sidetrip ein und schauen uns die Gegend um den Mt Lindesay an. Der Mt Lindesay ist 385 Meter hoch und bietet einen schönen Ausblick ins Land. Wir schauen uns die Umgebung jedoch nur von unten an… 😉

Nach 54 km erreichen wir die zweite Hütte, diese steht umrandet von hohen Bäumen auf einer kleinen Lichtung. Schon auf den letzten Metern riechen wir den Duft der Eukalyptusbäume.

Zügig bauen wir unser Zelt auf und kochen uns etwas zu Essen, denn es wird aktuell bereits ab 18 Uhr dunkel, ca. eine halbe Stunde später ist es dann stockfinster und wir verziehen uns in unser Zelt.

Der dritte Tag ist mit Abstand der schönste Tag, auch wenn wir die gefahrenen Kilometer und Höhenmeter der letzten Tage spüren. Aus dem Wald geht es bald ans Meer und dann wird es richtig schön.

Wir fahren von dem Greens Pool über die Elephant Rocks bis nach Denmark immer am Meer entlang. Der Weg ist wirklich wunderschön angelegt und bietet traumhafte Blicke auf die Küste. Dieses Teilstück genießen wir besonders, freuen uns aber auch nach 49 km unseren Camper, den wir in Denmark geparkt haben, zu erreichen.

5 Kommentare

  1. Jindra Krichbaum

    Oh je! MTB, (oder hattet ihr nur einfache Fahrräder?), im Sand mit Gepäck, das ist Schinderei. Aber die Belohnung musste grandios sein, wenn ich mir die Fotos so anschaue.
    Wir haben etwas ähnliches in Polen erlebt, aber das war nur ein Tag. Den vergesse ich aber nie, da es fast 80 km waren.
    Weiterhin alles Gute!

    1. Wir waren mit MTBs unterwegs, die wir uns in Perth geliehen haben und wirklich sehr gut sind. Die Ausblicke am Ende der Tour waren wirklich beeindruckend und haben für die ein oder andere Erschöpfung entschädigt. 😉

      Toll, wenn man solche Erlebnisse nicht vergisst, weil sie einmalig und besonders sind! 👍

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